Parodontose - was ist das?        

Bei der täglichen Zahnpflege schmecken und spucken Sie Blut?

Der Grund dafür kann die Entzündung Ihres Zahnfleischs sein!

Ob es eine leichte Zahnfleischentzündung oder eine bereits chronische

Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) ist, das wird Ihnen

Ihr Zahnarzt beantworten. Aber was versteht die Zahnmedizin unter dem

Begriff „Parodontitis“?

Wie erkennt man Parodontose?

Dr. I. Özkanli    Parodontitis Experte Dr. Ismail Özkanli erklärt: So wird Parodontitis sichtbar (Video) 

Warum entsteht Parodontose? Und was empfehlen Ärzte bei Parodontose? 

Eine Parodontitis bzw. Parodontose wird selten von starken Schmerzen begleitet. Vielleicht ist das der Grund, warum viele Betroffene ersten Symptomen dieser Zahnbetterkrankung keine starke Beachtung schenken. Um aber einer zunehmenden Parodontose entgegenzuwirken ist es wichtig, diese frühzeitig zu erkennen. Leider zeigen sich erste Symptome nicht auf den ersten Blick und auch nicht sofort im Fall einer Entzündung. Aber wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome identifizieren, dann ist der Besuch beim Zahnarzt notwendig.


Wie fängt die Parodontose Erkrankung des Zahnhalteapparats an?


Diese Warnsignale der Parodontose offenbaren Veränderungen des Zahnfleischs:

  1. Das Zahnfleisch reagiert schmerzhaft auf Druck
  2. Eine Schwellung am Zahnfleisch tritt auf
  3. Anstatt blass-rosa ist das Zahnfleisch stark gerötet
  4. Beim Zähneputzen oder bei anderen Berührungen des Zahnfleischs kommt es zu Blutungen
  5. Das Zahnfleisch weicht sichtbar zurück und Zahnhälse liegen offen
  6. Der Zahn reagiert empfindlich auf Wärme und Kälte
  7. Zahnfleischtaschen entstehen, in denen sich Bakterien ungehindert ausbreiten
  8. Erkennbare Zahnwanderung und eine Änderung der Zahnstellung

   

  

Warum kommt Parodontitis? 

Ärzte nennen die Zahnbetterkrankung Parodontitis. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Begriff Parodontose eingeübt. Beide Begriffe stehen im Grunde für ein und dieselbe Erkrankung: die bakterielle Entzündung des Zahnfleisches oder auch von Teilen bzw. des gesamten Zahnhalteapparates. Hat sich das Gewebe, das den Zahn umgibt, entzündet, kommt es schnell zu einem Rückgang des Zahnfleisches. Schwerwiegende Folge: die Loslösung des Zahnfleisches vom Zahn oder sogar von mehreren Zähnen. Diese sind dann besonders schmerzempfindlich, weil die Zahnhälse frei liegen. In der Folge lockern sich die Zähne und verlieren an Halt. Zahnverlust ist zwangsläufig das Ergebnis. 

 

Sind auch Sie betroffen - ohne es vielleicht zu wissen? 

Viele Menschen leiden an einer Parodontitis-Erkrankung. Zwar gehen die Zahlen etwas auseinander, jedoch gelten etwa 44 Prozent der Bevölkerung der über 40-Jährigen in Deutschland als von diesem Krankheitsbild betroffen* (Quelle Studie).

Doch auch unter 40-Jährige können Opfer dieser Krankheit sein. Parodontitis ist der häufigste Grund für Zahnausfall. Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung steigt auch der Handlungs- und Beratungsbedarf für Menschen mit Parodontose. Das stellt auch die „Deutsche-Mundgesundheitsstudie“ fest.

   "Insgesamt steigt der Behandlungsbedarf bei der Parodontitis aufgrund der demografischen Entwicklung prognostisch an."

(Quelle: https://www.bzaek.de/ueber-uns/daten-und-zahlen/deutsche-mundgesundheitsstudie-dms.html)

 

·    Untersuchungen legen nahe, „dass die Parodontitis in der Bevölkerung sogar weiter verbreitet ist, als bislang angenommen." (dms) 



 

Parodontose früh vermeiden

Was sind Ursachen für Parodontitis? 



Hauptursache für die Parodontose ist oft eine mangelnde Mundhygiene. Wer seine Zähne nicht richtig putzt und die Zwischenräume der Zähne nicht reinigt, ist für Parodontose besonders anfällig. Denn so können sich bakterielle Erreger in Form von Belägen (Plaque) auf Zahnoberflächen sammeln, Zahnstein bilden und eine Entzündung des Zahnfleisches verursachen. 

*** Neben einer ungenügenden Mundhygiene begünstigen vor allem individuelle Faktoren eine Parodontitis bzw. Parodontose




  1. Falsche Ernährung (z. B. zu viele zuckerhaltige Nahrungsmittel) 
  2. Übergewicht
  3. Der Konsum von Zigaretten u. Ä. – Rauchen erhöht das Parodontose Risiko stark
  4. bestimmte Medikamente, z. B. gegen Bluthochdruck 
  5. Stress: Das Immunsystem wird geschwächt. Die Abwehr von Keimen ist so nicht mehr mit voller Kraft möglich
  6. Hormonelle Veränderungen (bedingt z. B. durch Wechseljahre oder Schwangerschaft)
  7. Erkrankungen: z. B. Diabetes



Wie ist der Krankheitsverlauf der Parodontose? 

Der Verlauf einer Parodontitis wird vor allem von individuellen Faktoren beeinflusst. Lebensstil, Genetik und chronische Erkrankungen wie Diabetes können die sogenannte Parodontose in befördern. So kann bei Rauchern und/oder beruflich stark eingespannten Menschen die Parodontose sehr aggressiv verlaufen. Auch bei Diabetes - Patienten kann der Krankheitsverlauf schneller voranschreiten als bei Patienten ohne Allgemeinerkrankungen.

Der Grund liegt in der unterschiedlichen Ausprägung der bakteriellen Erreger. Dabei können besonders aggressive Bakterienarten den Krankheitsverlauf einer Parodontose beschleunigen. Ihre Menge und ihre spezifische Ausprägung bestimmen letztendlich den Verlauf der Entzündung. Bei aggressiven Bakterien und schwachen Abwehrkräften tritt die Parodontose früher und stärker auf. In anderen Fällen ist der Verlauf chronisch und die Parodontitis zieht sich über eine längere Zeit hin.

 


Karriere einer Parodontitis / Zahnfleischentzündung

  1. Mangelnde Mundhygiene
  2. Ablagerungen entstehen an den zwischen Zahnfleisch und Zahn (Plaque und Zahnstein)
  3. Gingivitis: Bakterien-Belag auf dem Zahnfleisch
  4. Leichte Parodontitis – Entzündung des Zahnfleisches
  5. Parodontitis – Entzündung des Zahnfleisches und des Kieferknochens
  6. Chronische schwerwiegende Entzündung des Zahnhalteapparates: Der Knochen bildet sich zurück. Das Zahnstützgewebe wird schwächer und kann die Zähne nicht mehr halten.
  7. Bakterien gelangen über das Blut in den gesamten Körper: Folgeerkrankungen sind möglich (Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen, erektile Dysfunktion)

 


 



Was sind die Folgen der Parodontose?

> Das Ergebnis einer unbehandelten Zahnfleischentzündung ist die Erosion des Zahnhalteapparates < 

Wer seine Parodontitis nicht behandeln lässt, muss mit unangenehmen Folgen rechnen. Ohne Behandlung führt die Parodontose zum Zahnverlust. Nach dem das Zahnfleisch entzündet ist, können die Erreger auch auf den Zahnhalteapparat übergreifen.  



  • Wenn die Entzündung sehr weit fortgeschritten ist, hilft nur noch die Extraktion, damit die Bakterien nicht in den Blutkreislauf gelangen.

Parodontose Bakterien

Parodontosebehandlung

So gefährlich ist die Parodontitis für den gesamten menschlichen Organismus

Fakt: Die Krankheit Parodontitis wird in ihrer Brisanz und Auswirkung dramatisch unterschätzt

Seit langem wissen jedoch Wissenschaftler, dass die Erkrankung an Parodontitis für weit mehr Beschwerden verantwortlich ist, als nur für die rund um Zahn und Zahnfleisch. Auch wir weisen immer wieder darauf hin, dass auch nach dem bedauernswertem Verlust eines oder mehrerer Zähne, als Folge einer fortgeschrittenen Zahnbett-Entzündung, die verursachenden Bakterien nicht einfach so verschwinden. Die Bakterien zirkulieren meist weiterhin in der Blutbahn des Patienten. Somit besteht die Gefahr, dass z. B. auch nach einer Behandlung einer Entzündung des Zahnfleisches, die ursächlichen Bakterien Körper und Psyche weiter schaden können. Zu den hier verorteten Krankheiten gehören z.B.:

  •  Diabetis melitus
  •  Arteriosklerose
  •  Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  •  Depressionen

 

Achtung: Eine chronische Entzündung wie Parodontose belastet den gesamten Körper dauerhaft.

In einer ungünstigen Zuspitzung, kann also die Zahnbetterkrankung im Extremfall zum Tode führen.

Lesen Sie zu den Möglichkeiten hier ein aktuelles Interview mit Dr. med. Ismail Özkanli...

 

Wie erkennt der Zahnarzt die Entzündung des Zahnbettes?

Oftmals werden die entzündeten Bereiche nicht beachtet, da sie zunächst keine Schmerzen verursachen. Doch je früher eine Parodontose oder Parodontitis erkannt wird, umso größer sind auch die Heilungschancen. Darum müssen Sie sich um eine professionelle Bestandsaufnahme regelmäßig kümmern.

Bilder Parodontose 

Bilder Parodontose

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Parodontitis vorliegt, dann sollten Sie Ihren Zahnarzt nach einer „Parodontalen Grunduntersuchung“ fragen (PGU). Diese sollte zu jeder Routineuntersuchung gehören, um eine mögliche Erkrankung festzustellen. Die Kosten für eine PGU werden von einigen Krankenkassen übernommen. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig.

Eine Diagnose erfolgt durch folgende Schritte:

  1. Kontrolle der Mundhöhle und der Zähne
  2. Messung der Taschen des Zahnfleisches 
  3. Bestimmung der Zahnbeweglichkeit
  4. Röntgenaufnahmen 

 Welche Anzeichen werden bei einem Befund berücksichtigt?

1.    Ausdehnung der Zahnbeläge (Plaque, Biofilm)

2.    Ausmaß vom Zahnstein

3.    Beweglichkeit der Zähne

4.    Untersuchung der Zahnwurzel (mögliche Entzündung)

5.    Ausmaß Größe bzw. der Tiefe der Zahnfleischtaschen

 

Anschließend kann der Zahnarzt den Schweregrad der Parodontose bestimmen und eine passende Behandlung empfehlen.

Was wird bei der Behandlung gemacht? 

Bei einer Parodontosebehandlung werden zuerst alle bakteriellen Ablagerungen sowie Zahnstein entfernt:

  1. an den Zahnoberflächen,
  2. an der Wurzel,
  3. und in den Zahnfleischtaschen.

Die Reinigung von Zahnfleischtaschen erfolgt mit Ultraschall oder Handinstrumenten. Zudem werden Zähne und Zahnwurzelflächen gesäubert und geglättet.

An glatten Flächen können Erreger nicht anhaften.

Wenn die Zahnfleischtaschen vollständig gesäubert sind, ist die Parodontitis oftmals gestoppt.

Bei aggressiven Formen ist jedoch oftmals eine weitergehende Behandlung erforderlich: Mit einer antibiotischen Therapie werden die Bakterien aus dem Gewebe und dem Knochen entfernt. Auch eine Behandlung der empfindlichen Zahnhälse ist je nach Befund notwendig. 

Allerdings ist die Parodontosebehandlung kein garantiertes Erfolgsrezept. Oft jedoch kann diese Form der Parodontosebehandlung als probates Mittel tatsächlich Parodontitis im Zaum halten.

Unser Hinweis für Sie: 

! Bei aggressiven Formen einer Parodontitis ist eine weitergehende Behandlung notwendig.

Mit der antibiotischen Therapie werden aus dem Gewebe Bakterien entfernt.

Zudem kann die Behandlung der empfindlichen Zahnhälse notwendig sein, falls der Befund das nahelegt. 

Parodontose Bilder

 

Behandlung von Parodontose. Ein Thema - viele Aspekte

Uns erreichen immer wieder Anfragen zum Thema: Parodontosebehandlung. Darum haben wir für alle Interessierte eine präzise und erweiterte Zusammenfassung des Themas auf unserer Website erstellt. Informieren Sie sich bitte gerne hier fachkundig und aktuell.

TIPP: Mehr über die Behandlung von Parodontose erfahren Sie >hier< 

Das können Sie tun, um Parodontose vorzubeugen: 

Hier haben wir für Sie hilfreiche Hinweise zum Thema Mundhygiene zusammengefasst: Mundhygiene mehr erfahren hier...

Mundgeruch – Ein wichtiger Hinweis auf den Zustand Ihrer Zahngesundheit

Mundgeruch durch Parodontitis

  • Mundgeruch kann beseitigt werden, indem die Quelle des Phänomens bekämpft wird. Dieser Kampf beginnt mit der richtigen Pflege des Mundraums.

Dazu gehört das Zähneputzen. 2 Mal täglich ist eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört auch das Anwenden von Zahnseide. Normalerweise diese Prozedur morgens und abends. Doch immer öfter putzen Arbeiter und Angestellte auch während Ihrer Arbeitszeit oder in den Arbeitspausen ihre Zähne. Der Zahngesundheit tut das gut.

Trotzdem kann schlechter Atem ein Problem sein. Das können die Ursachen sein: 

Was sind die häufigsten Ursachen für "schlechter Atem"?

  1. Trockener Mundraum. Mögliche Gründe: zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Schnarchen
  2. Pilzbefall im Mundinnenraum
  3. Entzündungen der Mundschleimhaut
  4. Nicht ausreichende Zahnpflege mit der Folge eines bakteriellen Zahnbelages
  5. Zahnfleischentzündung: diese kann ein Ergebnis des Zahnbelages sein
  6. Parodontose bzw. Parodontitis: tiefgehende und schwerwiegende Entzündung des Zahnhalteapparates

 



So unschön schlechter Atem im sozialen Miteinander vielleicht ist: Er kann jedoch auch ein wichtiger Hinweis dafür sein, dass eine noch unentdeckte Zahnfleischerkrankung vorliegt. 

Durch Parodontosebehandlung vorzeitigen Zahnverlust vermeiden

Aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung kann schnell eine Entzündung des Zahnhalteapparates werden. Zahnverlust ist dann oft die bittere Folge.

Soweit darf es nicht kommen. Darum sollte anhaltender oder oft wiederkehrender Mundgeruch bzw. schlechter Atem dringend ernst genommen werden. Ein Besuch beim Zahnarzt kann hier eine Hilfe sein. Wenn erste Anzeichen einer Zahnfleischentzündung auf die leichte Schulter genommen werden, kann das die ernsthafte Schädigung des Zahnhalteapparates zur Folge haben. Mit einer diagnostizierten Parodontitis wird der Verlust eines Zahnes oder sogar mehrerer Zähne sehr wahrscheinlich. Eine Heilung ist dann kam noch möglich.

Vorbeugen ist besser als teurer Zahnersatz

Dieser Information bedarf es nicht? Vielleicht glauben Sie das. Aus der medizinischen Praxis wissen Zahnmediziner jedoch, dass es sehr sinnvoll und notwendig ist, das Vorbeugen von Zahnbett-Entzündungen immer wieder anzumahnen. Wir werden hier demnächst dem Thema Zahnersatz einen weiterführenden Artikel anbieten. Dort erhalten Sie Informationen zu Therapie und Möglichkeiten, eine Zahnbetterkrankung aufzuhalten. 

Tipp: Audio Interview

Dr. Özkanli im Interview zu Parodontitis, Zahnfleischerkrankungen und den Pflegemöglichkeiten des Parodont Gels: 

Auszüge aus dem Interview mit Dr. Ismail Özkanli – Radio Peli

 

Dr. Özkanli: Parodontose ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates das heißt Zahnfleisch, Kieferknochen und auch die Wurzelhaut sind betroffen. D. h. auch die Wurzelhaut des Zahnes. Das Schlimme sind bei Parodontose eigentlich die Zahnfleischtaschen. Da kommen immer wieder Speisereste rein. Da bildet sich Zahnstein und auf Grund dessen baut sich der Kieferknochen ab und kerngesunde Zähne können herausfallen. Dieses Problem hatte ich bei sehr vielen Patienten. Also in Deutschland haben das über 20 Millionen Menschen dieses Problem – und in meiner Praxis waren es über 85 Prozent. Ich wollte mich nicht damit abfinden, dass es keine Lösung gibt.

(…)

Wir sagen:  Jeder Zahn hängt an einem Organ. Das bedeutet, dass über die Blutlaufbahn, und die Zähne sind an der Blutlaufbahn angeschlossen, d. h. über diese Blutlaufbahn gelangen diese Parodontitis – Erreger in den gesamten Körper, und können dann, das hat man wissenschaftlich erwiesen, zu Herzinfarkte führen, können zum Schlaganfall führen. Es gibt auch eine Korrelation zu Diabetes. Und jetzt neuerdings hat man festgestellt, dass auch bei „Alzheimer“ Parodontitiserreger beteiligt sind und auch bei Depressionen. Ich war bei einer Fortbildung vor etwa zwei Jahren, bei einem Professor, der meinte sogar, dass bei Depressionen zu 100 Prozent Parodontitis-Erreger beteiligt sind. Das ist der einzige Grund, warum Menschen überhaupt depressiv werden. Aber auch wenn es nicht der einzige Grund sein sollte, auf jeden Fall sind sie beteiligt. Sie befinden sich auch im Magen-Darm-Trakt. Darum ziehen wir den Magen-Darm-Trakt mit ein in die Behandlung. Da bedeutet, die Parodontitis-Erreger verschluckt man und halten sich so im Magen-Darm-Trakt auf und über die Blutlaufbahn gelangen sie immer wieder in den Mundbereich. D. h. der Zahnarzt säubert alle (Zähne) in der Zahnarztpraxis, d. h. die Prophylaxeheferin säubert alles, es wird eine Parodontitis-Behandlung durchgeführt und dann gelangen über die Blutlaufbahn innerhalb von Stunden die Erreger wieder in den Mundbereich. Deswegen haben wir dann in unserer Praxis die Patienten so behandelt, dass wir sowohl eine Prophylaxebehandlung bzw. eine Parodontitsbehandlung auch (erfolgt), zudem wir haben das Parodont-Gel in die Zahnfleischtaschen appliziert und haben zusätzlich noch unser hochwertiges Schwarzkümmel-Öl zum Trinken gegeben. Unser Öl ist an der Medizinischen Hochschule Hannover in einer Studie getestet worden. Und es wurde dann auch in der Studie bestätigt, dass unser Schwarzkümmelöl antibakteriell wirkt. Darum dürfen wir auch sagen: „unser antibakterielles Schwarzkümmelöl“. Wir dürfen auch sagen, dass unser Parodont-Gel, es ist ja ein kosmetisches Produkt, dass es antibakteriell wirkt.

(…)

Dr. Özkanli: 2005 habe ich angefangen, meine Patienten zu behandeln. 9 Jahre lang habe ich Patienten behandelt - bestimmt 9.000 Patienten. (…) 2008 hatte ich mit meinem Vater eine Firma gegründet, wir haben Nahrungsergänzungsmittel produziert und verkauft. Aber im kleinen Stil. Und 2014 mussten wir umdenken, weil es einfach zu viele Produkte waren und haben dann beschlossen, von 30 Produkte auf 3 zu reduzieren und haben das „Parodont-Gel“, das war dann unser Hauptprodukt, darauf haben wir uns dann konzentriert, das haben wir dann an Apotheken verkauft, aber nur so 800 Tuben pro Monat, d. h. uns hat natürlich das Werbebudget gefehlt, uns haben die ganzen Netzwerke, Kontakte gefehlt und 2017 hieß es dann: Firma schließen oder nicht, da habe ich mich dann entschlossen zur „Höhle der Löwen“ zu gehen. (…)

Frage: Kann man sagen, wieviel (Verkäufe) durch das Fernsehen dazugekommen sind?

 

Öz: Ja. Wir waren innerhalb von zwei Tagen ausverkauft und hatten 570.000 Tuben verkauft. Das bedeutet, die Sendung hat einen natürlich sehr hoch katapultiert. Die Partner haben die Produkte auch im Einzelhandel platziert. Das bedeutet in Drogeriemärkten war dann unser Produkt erhältlich. Man konnte bei Karstadt, aber, wo ich mich gewundert hatte, im Möbelhaus unsere Produkte kaufen.

(…)

Insofern: Die Investoren bringen unheimlich einen nach oben – auf jeden Fall. Das bedeutet: Ich rate jedem, der eine Idee hat, er soll sich einen Investor suchen. Mit Investoren kommt man viel, viel weiter.

(…)

Özkanli: Das Tolle ist, wir bieten hier eine zusätzliche Pflege des Zahnfleisches bei einer herkömmlichen Parodontitisbehandlung an. Es gibt halt kaum etwas beim Zahnarzt. Es gibt nur Cortison haltige Produkte (…) Deswegen habe ich nach einem natürlichen Mittel gesucht, welches für das Zahnfleisch sehr hilfreich ist, das das Zahnfleisch strafft und auch antibakteriell versorgt. Hier ist ein sehr hoher Anteil an Schwarzkümmelöl drin. Schwarzkümmel kennt man aus der Antike schon. Die Ägypter vor 5000 Jahren haben schon Schwarzkümmelöl benutzt.

Cleopatra hat für ihre Schönheit Schwarzkümmel-Öl benutzt und auch Hippokrates, der Vater der Medizin, hat Schwarzkümmelöl bei Darmparasiten angewendet. In Ägypten benutzt man es für gesundheitsfördernde Zwecke, auch gegen Husten, Allergien, Diabetes.

(…)

Nicht jeder Schwarzkümmelsamen ist gesundheitsfördernd. Es gibt drei verschiedene Arten von Schwarzkümmel-Samen. Einer davon ist sogar giftig. Einer nennt sich „syrischer Samen = nigella damascena“. Den kann man überall anbauen. Der wächst sogar hier in Deutschland. Bis ins 18 Jahrhundert wurde hier Schwarzkümmel angebaut. Der ist Verdauung fördernd – aber eben nicht gesundheitsfördernd. Der echte Schwarzkümmel-Samen, der wächst nur in der Wüste. Der nennt sich „nigella sativa“. Das ist auch der Samen der gesundheitsfördernd ist. Da braucht die Pflanze heißes Wüstenklima. D. h. die Anzahl dieser Samen ist erstens begrenzt und zweitens viel, viel teuer als der syrische – und da wird eben leider, da die Samen genau gleich aussehen, man kann die nicht unterscheiden voneinander, wird da leider auch viel Humbug betrieben. (…)  Wie gesagt: Es ist nur eine Samenart, die gesundheitsfördernd ist. Wir benutzen natürlich diese Samenart. Wir produzieren selber in Ägypten. Wir haben unseren Partner dort. Seit über 15 Jahren. Wichtig ist der Produktionsprozess: Es gibt leider eine Gesetzeslücke in Deutschland, das bedeutet: Sie können „kaltgepresst“ sagen, kalt gepresstes Öl, obwohl sie das Öl mit einem Pressdruck von über 1000 Bar das Öl ausgepresst haben. Und wenn sie 1000 Bar benutzen, als Pressdruck, dann erhitzen sich die Samen auf 170 Grad und alle Inhaltsstoffe sterben da ab. Schwarzkümmel-Samen haben über 100 gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Deswegwegen ist es wichtig, dass die Samen maximal auf 60 Grad sich erhitzen und das so eine schonende Kaltpressung erfolgt. Darauf legen wir viel wert. Wir pressen in Ägypten die Samen wir vor hundert Jahren. (…) Nur diese Erstpressung, „Erstkaltpressung“ nennen wir das, d. h. wir benutzen nicht den kompletten Ölanteil, den wir da im Samen haben. Deswegen sind unser Parodont-Gel und auch unser Schwarzkümmelöl in dieser Hinsicht einzigartig, da wir wirklich darauf achten, dass wir auch die ungesättigten Fettsäuren als einen hohen Anteil haben. Die meisten Schwarzkümmelöle haben einen Anteil von 70 und 80 Prozent, wir haben einen Anteil von 83, 4 Prozent. Das ist eigentlich immer gleichbleibend: 83,4 Prozent ungesättigte Fettsäuren die lebenswichtig für unseren Körper sind.   

 

Frage:  Parodont-Gel ist das Gel gegen Parodontose?

Özkanli: Wir sagen: es ist eine begleitende Pflege und empfehlen wir vor allem bei Parodontose und Zahnfleischentzündungen, da es antibakteriell wirkt und damit Erreger eliminiert.

Frage: Wann soll ich es anwenden? Wenn ich eine Entzündung haben, oder kann ich es auch schon vorbeugend nutzen?

Özkanli: Man kann es vorbeugend benutzen. Aber wir empfehlen, wenn man eine Entzündung hat, das wissen ja die meisten Kunden, - man kann das ja auch an einigen Kriterien sehr leicht erkennen… es gibt so 5-6 Kriterien, z. B. wenn man einen schlechten Geschmack im Mund hat, dann hat man auf jeden Fall eine Zahnfleischtasche. Oder wenn sich das Zahnfleisch bereits zurückgezogen hat, wenn man regelmäßiges Zahnfleischbluten hat, bereits herausgefallende Zähne sind natürlich auch ein Anzeichen für eine Parodontose, d. h. man kann trotzdem Erreger haben, auch wenn der Zahn schon rausgefallen ist. Dann empfehlen wir das Parodont-Gel aufzugragen.